Wild

 

Stell Dir vor, Du stehst inmitten der Natur, fernab jeglicher Zivilisation plötzlich vor einer abgeschlossenen Tür, die ins Innere des Berges zu führen scheint …
 
 
Irgendwie … kann ich Dich verstehen, wenn Du sofort einen starken Drang verspürst, hinter diese Tür schauen zu wollen.
Was verbirgt sich hinter dieser verschlossenen Öffnung? Wo geht es dort hin? Gibt es ein Geheimnis zu lüften? Wie komme ich da rein? Solche und ähnliche Fragen schiessen Dir in diesem Moment automatisch durch den Kopf.
 
Irgendwo … gibt es immer wieder solche verschlossenen Türen. Das hat seinen guten Grund. In Deutschland gibt es keine Location, keinen Lost Place und auch kein Loch im Berg, welches nicht im Besitz einer Person, einer Gesellschaft, eines Vereins oder einer Behörde ist. Somit gibt es für jedes Objekt auch einen Erlaubnisgeber, der Dir seine Zustimmung zum Betreten (und auch zum Fotografieren) des jeweiligen Ortes erteilen muss. Betrittst und fotografierst Du jedoch ein solches Gelände oder Gebäude unaufgefordert, also illegal, machst Du Dich zumindest nach §123 StGB und §823 BGB strafbar und riskierst bis zu einem Jahr Haft. Wenn Dir jedoch auch noch Einbruch und Sachbeschädigung nachgewiesen werden können, wirst Du einen verdammt guten Anwalt brauchen.
 
Irgendwann … vor Jahren stand auch ich unverhofft vor genau solch einem Loch, das mit einer kleinen Stahltür gesichert war. Ich weiss nicht mehr, wie oft es mich immer wieder dort hingezogen hat. Ich starrte diese verschlossene Tür an und wollte unbedingt wissen, was dahinter ist und wie ich dort hineinkomme. Geraume Zeit später machte ich beim "Tag des Geotops" eine Führung durch die Untere Hardthöhle in Wuppertal mit. Dort kam ich mit den Höhlenforschern auch kurz ins Gespräch und zwei Monate später stand ich an einem ihrer Vereinsabende bei ihnen auf der Matte – und die freuten sich tatsächlich, dass ich vorbeischaue … und von da an wurden die mich auch nicht mehr los.
 
 
Ich schreibe hier nicht aus Langeweile und ich würde mich freuen, wenn Du jetzt auch noch weiterliest …
Seit Jahren bin ich oberirdisch sowie unterirdisch unterwegs und betreibe eine Art fotografischer Dokumentation. In letzter Zeit jedoch fällt es immer mehr auf, dass Leute genau solche verlassenen Orte aufsuchen um in sie einzubrechen und um sie zu zerstören. Angefangen bei selbsternannten Graffitikünstlern, die alles zuschmieren und vor nichts und keinem Privateigentum Respekt haben über Kabel-, Metall- und Schrottdiebe, die selbst in Privathäuser eindringen und ihren Diebstahl begehen bis hin zu Vandalen, die eine gerade eben von den Mitarbeitern verlassene, alte Fabrikhalle in kürzester Zeit in eine abgefackelte, rauchende Ruine verwandeln.
 
Die Ignoranz und Respektlosigkeit geht mittlerweile so weit, dass mitten in der Fledermausschutzzeit Höhlentore aufgebrochen werden um diese letzten Naturdenkmäler auch noch zu verdrecken und zu zerstören. Höhlen wurden einst verschlossen um sie vor den Menschen zu schützen und auch um die Menschen vor den Höhlen zu schützen. Nicht jeder, der sich in solch ein unterirdisches Labyrinth begab, kam dort auch wieder lebendig heraus. Ich will hier keine Angst machen. Davon lässt sich der Neugierige auch nicht abhalten, das weiss ich. Ich möchte aufzeigen und sensibilisieren. Wenn jemand hinter solch ein Höhlentor blicken und sich auf solch eine unterirdische Reise begeben will, dann wird er das auch machen. Wenn Du einmal infiziert bist, gibt es kein "Zurück" … – aber es sollte auf legalem Weg geschehen! Jedes Jahr im September gibt es bundesweit den "Tag des Geotops". Erkundige Dich, welche Veranstaltungen an diesem Tag für Dich angeboten werden … besuche Deinen lokalen Höhlenverein – Du musst ja nicht gleich Mitglied werden, weil Du beabsichtigst, einmal hinter solch ein Tor zu schauen. Solche Wünsche lassen sich mit Sicherheit auch so realisieren …
Aber bitte, wenn Du Lost Places welcher Art auch immer betrittst, hinterlasse nichts als Deine Fussspuren …
 
Wenn es da draussen immer noch Leute dieser Urbex-Szene gibt, die ich einst kennengelernt habe: ich bitte euch, auf die entsprechenden Objekte acht zu geben. Wenn euch Vandalismus oder Vandalen auffallen, dann sorgt dafür, dass diese nie wieder ihr Unwesen treiben werden (wer dafür eine Anleitung braucht, kann sich gerne vertrauensvoll an mich wenden). Denn wenn diese negative Entwicklung in diese Richtung weitergeht, werden Interessierte in zwanzig, einhundert oder sogar eintausend Jahren nur noch völlig verdreckte und zugeschissene Löcher vorfinden, in denen asoziales Gesindel seinen Müll entsorgt hat. Denkt bitte darüber nach und handelt dementsprechend. Das Übel fängt schon an, wenn Dein Kollege in einer Location seine entleerten Lampenbatterien entsorgt. Sprich die Leute auf ihre Fehler an und hindere sie an ihren Taten. Nur wenn wir alle aufeinander und alle zusammen auf die entsprechenden Orte aufpassen, erst dann bleiben es auch verlassene Orte. Mach Dir einmal Gedanken darüber, wie so manche Höhle mittlerweile aussehen würde, wenn sie nicht seit Jahren oder Jahrzehnten verschlossen wäre. Tropfsteine würde man keine mehr vorfinden, dafür aber alte Autoreifen, Altölfässer und entkernte Kühlschränke. Muss das wirklich sein?
 
Warum ich mir das alles hier aus den Fingern sauge? Als ich vor Jahren das Fotografieren "Verlassener Orte" anfing, da waren diese Orte wirklich verlassen. Mittlerweile ist fast jede Location völlig überrannt. Urban Exploration ist zum Freizeitsport verkommen … Koordinaten der Orte werden im Internet getauscht und verkauft. Alles wäre halb so wild, wenn jeder, der solch einen Ort aufsucht, sich dort auch dementsprechend respektvoll verhalten würde. Doch leider erkenne ich so manch eine Location kaum wieder, wenn ich sie heute noch einmal betrete. Alles muss verdreckt und zerstört werden. Mittlerweile hat jeder Dreizehnjährige sein Facebook-Profil, auf dem er sich Fotograf oder sogar Fotostudio nennt und mit seinen Handybildern seine begangenen Einbrüche dokumentiert und der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Diese, zum größten Teil sogar mit Ortsangaben gut dokumentierten Delikte ziehen natürlich Nachahmer nach sich und so wird aus jedem erhaltenswerten Objekt in kürzester Zeit eine Abrissruine.
Was mich persönlich besonders sauer macht, war der erst kürzlich inmitten der Fledermausschutzzeit begangene Einbruch in eine Höhle mit anschließender Sachbeschädigung. Höhlen stehen nicht ohne Grund unter Naturschutz. Es sind empfindliche, schützenswerte Geotope, die Du nur unter fachkundiger Begleitung aufsuchen solltest. Viel zu schnell sind ansonsten irreparable Schäden angerichtet.
Ich kann hier nur versuchen, an Deine Vernunft zu appellieren – aber ich kann Dir auch versprechen, dass wenn mir unterwegs da draussen jemand negativ auffällt, ich auch dementsprechend handeln werde …
 

 

 
 

 

 

Naturdenkmal Volmehanghöhle aufgebrochen
Erschreckend traurig, aber leider wahr …

Der Zugang zur Volmehanghöhle wurde in den zurückliegenden Monaten von Unbekannten aufgebrochen und die Höhlengänge mit Sprühfarbe beschädigt.
Um die Höhlengänge vor Vandalen zu schützen und um zu verhindern, dass sich Kinder oder Jugendliche in den Gängen aufhalten oder auch verletzen, ist der Zugang zu der Höhle seit vielen Jahren mit einer Stahltür verschlossen und mit einem soliden Schloss gesichert. Das Umweltamt der Stadt Hagen und der Arbeitskreis Kluterthöhle kontrollieren in regelmässigen Abständen den Zugang und nun stellten Mitarbeiter fest, dass Unbekannte das Schloss aufgeflext und durch ein eigenes ersetzt hatten.
Die unbekannten Täter haben mit orangener Sprühfarbe mehrere Tropfsteine auf einem Höhlengang von 300 bis 400 Metern Länge besprüht und mit Pfeilsymbolen den Weg markiert.
Durch das Besprühen der Tropfsteingebilde sind diese Naturdenkmäler in ihrer Beschaffenheit beschädigt. Zeugen, die weiterführende Hinweise zu dem Vorfall geben können, melden sich bitte bei der Polizei Hagen unter der 02331 – 9 86 20 66.

 

 

Diese Internetseite ist auf die Mithilfe der Leser angewiesen…
Ohne meine Leser wären viele Berichte und Artikel nicht möglich gewesen!

Ich suche aber immer noch
– historische Bilddokumente
– Luftbilder
– Grundrisse
– Zeichnungen und Pläne
– alte Land- und Straßenkarten
– Briefe, Dokumente, Aufzeichnungen
– Zeitzeugen
– Standorte von Objekten
– Ergänzungen zu meinen Artikeln

Gerade durch meine lokale Ausrichtung auf Wuppertal und das Bergische Land suche ich
– Standorte von Luftschutzkellern in Wuppertal
– historische Aufnahmen der Bunker in Wuppertal (innen und außen)
– Standorte von Luftschutzstollen in Wuppertal
– Standorte von Erb-/Wasserstollen in Wuppertal
– Standorte von verlassenen Industriebauten
– Standorte von verlassenen Altbergbaustollen
– Entdeckungen von Hohlräumen unter der Erde aller Art

Sie haben, was ich suche? – dann nehmen Sie doch bitte Kontakt zu mir auf!

 

 

wuppertal, verlassene orte, wuppertaler unterwelten, tiefbunker neumarkt elberfeld, verlassener ort, panzerbau, panzerbau essen, u-verlagerung buntkupfer, wuppertal – untertage, bunker wuppertal, höhlen wuppertal, luftschutz wuppertal, winkelturm wuppertal, u-verlagerungen wuppertal, tunnel wuppertal, altbergbau wuppertal, stollen wuppertal, meise, kauz, goldammer, buchfink, tunnel schee, wuppertal, schlufen, bomben auf wuppertal, wuppertal eiskeller, brauereien wuppertal, felsenkeller, geilenberg programm, rüstungsproduktion, zwangsarbeit wuppertal, ot stollen, kyrolit, brauereikeller wuppertal, wuppertal untertage, untertage, übertage, deckname eisenkies, trusche, schwalbe 1, unterirdische rüstungsproduktion, U u-verlagerung schneider, u-verlagerung trusche, u-verlagerung kauz, u-verlagerung falke, u-verlagerung meise, u-verlagerung sardelle, u-verlagerung gips, u-verlagerung buchfink, u-verlagerung blutstein, u-verlagerung goldammer, u-verlagerung schneider, u-verlagerung buntkupfer, tiefbunker neumarkt, tiefbunker landwehrplatz, bernsteinzimmer wuppertal, wuppertal, wupper, stollen, luftschutzstollen, ls-stollen, tiefbunker, hochbunker, luftschutz, humerohr-zellen, splitterschutzzellen, luftschutzort 1. ordnung, bayer, bayerwerke, u-verlagerungen, bergisches land, höhlen, tunnel, werkluftschutz, tiefstollen,  deckungsgraben, felsenkeller, eiskeller, luftschutzkeller, ls-stollen, werkluftschutz, beton im wald, stollenausbau, stollenstrecke, stollenmundloch, stolleneingang, stollensystem, stollenanlagen, schwebebahn, nordbahntrasse, höhle, elberfeld, barmen, u-verlagerung, organisation todt, ot, wuppertal-untertage, u-verlagerung, untertage-verlagerung, altbergbau, bergbau, zeche, grube, schacht, stollen, luftschutz, luftschutzbunker, luftschutzstollen, luftschutzkeller, bunker, höhle, höhlen, unterirdisch, hochbunker, tiefbunker, winkelturm, rundbunker, tunnel, reichsbahntunnel, ruinen, beton, deckname, erzbergbau, steinkohle, glück auf, geilenberg, splitterschutzzelle, winkelturm, luftschutzturm, ls-zelle, westwall, atlantikwall, ostwall, stollenmundloch, festungsbauten, beton im wald, nrw, luftschutzbauwerk, kleinbunker, stollenbunker, werkluftschutz, förderturm, fördergerüst, zeche, grube, pütt, stollenneubau, geheimprojekte, organisation todt, ot, luftschutzzelle, spitzbunker, a-projekt, b-projekt, 1.welle, 2.welle, naturschutz, fledermaus, karst, sinter, stalagtit, stalagmit, zwangsarbeiter, konzentrationslager, kz, bergbau-museum, mahnmal, stollen, wasserlösestollen, förderstollen, untertage, übertage, bergmannbefahrer, späleologe, späleologie, wilfried sontowski, wuppertal untertage, untertageverlagerung, untertageverlagerungen,