Wilhelmshöhe

Wer vor über 150 Jahren im Tal der Wupper einen schönen Abend verbringen wollte, für den war das Elberfelder Vergnügungslokal Wilhelmshöhe am Engelnberge die erste Adresse. Hier wurde gegessen, getrunken, gefeiert und getanzt. Hier ging es gesellig zu. Andreas Böttger sen. war nicht nur Gastwirt – er betrieb auch seine eigene, kleine Privatbrauerei. In alten Aufzeichnungen von 1838 findet sich der Satz: "Bierbrauerei u. Sommerwirthschaft zur „Wilhelmshöhe“ woselbst eine naturhistorisch merkwürdige Höhle …".
Unter dem ehemaligen Lokal befand sich also damals eine kleine Höhle. Diese wurde vom Gastwirt und Brauer Böttger ein wenig ausgebaut und bis ca. 1858/59 braute und lagerte er dort seinen frischen Gerstensaft.
Nach Aufgabe seines Geschäftes gerieten die unterirdischen Hohlräume mehr oder minder in Vergessenheit. Im Zweiten Weltkrieg wurden sie zum Luftschutz erweitert und ausgebaut, drei Lüftungsanlagen installiert und boten so nun mehreren hundert Menschen Zuflucht während des Bombenhagels auf Elberfeld.
Lange Zeit nach dem Krieg stand der Stollen leer, bis ein Weinhändler dort sein Geschäft und Lager eröffnete … doch seit über zwanzig Jahren ist auch er wieder fort und in dem
Stollen herrschen wieder Dunkelheit und Stille.

Höhle ohne Namen

In den von Grauwacke und Tonschiefer beherrschten Honsel-Schichten ist verkarstungsfähiger Kalkstein nur in geringer Ausdehnung zu finden. Doch gerade in diesen Kalklinsen hat die Natur oft zahlreiche Höhlengänge geformt, die mehrere Kilometer erreichen können. Dass diese Kalklinsen gefunden werden, hängt meist vom Zufall ab. Wie vor einigen Tagen im sauerländischen Altenaffeln, als sich ganz im Osten der Honsel-Schichten bei einer Baumaßnahme plötzlich ein Zugang in die Unterwelt auftat. Am letzten Samstag erfolgte durch eine Gruppe des Arbeitskreises Kluterthöhle e.V. eine Befahrung. Nachdem ein erster Teil der Höhle vermessen und fotodokumentiert wurde, konnte weiteres Neuland entdeckt werden, so dass die Höhle jetzt eine vorläufige Ganglänge von ca. 100 Metern aufweist. Nach den Ergebnissen der  Vermessung ist im  Bereich der Baugrube eine Stabilisierung erforderlich. Die Höhle kann aber erhalten bleiben. Die Eigentümer des Grundstücks, unter dem die Höhle liegt, werden dieser Neuentdeckung bald einen Namen geben und der Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. übernimmt die Betreuung und wird die, noch namenlose Höhle weiter vermessen und erforschen. An mehreren Stellen können sich noch Fortsetzungen ergeben.

(akkhev.wordpress.com/2016/08/14/ueberraschend-neue-hoehle-im-sauerland-gefunden)

Das geplante Kavernenkraftwerk

 

Zum Bau einer bombensicheren Energieversorgung in Form eines Kavernenkraftwerkes wurde dieser Stollen in den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts, in den Zeiten des "Kalten Krieges", in den Hardtberg getrieben. Das Projekt jedoch wurde abgebrochen und der angefahrene Stollen wurde verschlossen. Seit 2015 wird die Anlage vom Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. offiziell betreut. Da sich in dem Berg ein Großhöhlensystem befindet und auch beim Stollenvortrieb Kleinhöhlenteile angeschnitten wurden, erhoffen wir uns bei der zukünftigen Forschungsarbeit einiges an Neuentdeckungen. Potential wäre vorhanden …

 


 

Tag des Geotops 2015

Der schon traditionell am Wuppertaler Hardtberg stattfindende Tag des Geotops hielt diesmal für die Besucher eine Besonderheit bereit: Zum ersten Mal konnte der Hardtstollen mit seiner großen Kaverne zugänglich gemacht werden. So war es kaum verwunderlich, dass die Anmeldungen die Anzahl der freien Plätze schnell überstieg. Kurzfristig wurden die Gruppen vergrößert und die Anzahl der Führungen von 7 auf 9 erhöht, so dass über 200 Besucher durch den Stollen geführt werden konnten. Mehr dazu: klick hier

Noch mehr Bilder vom Tag des Geotops 2015, klick hier

Bilder vom TdG 2016

https://akkhev.wordpress.com/2016/09/23/tag-des-geotops-2016-in-der-hardtkaverne/

Fotos vom TdG 2018

Die Timpenhöhle

 

Am linken Hang des Ennepetals gelegen, gehört die Timpenhöhle mit 128 Metern Ganglänge zu den mittelgroßen Höhlen im Großraum Ennepetal. Auch diese Höhle wurde, wie fast alle vorhandenen unterirdischen Hohlräume, im letzten Weltkrieg zum Luftschutz genutzt.

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Die Schlosshöhle

 

Ein kleiner, aber feiner Zufallsfund wurde uns durch die Schlosshöhle beschert. Mit ihren achtzehn Metern ist sie nicht besonders lang, hat aber doch viel Schönheit zu zeigen. Kein Kalk, dafür aber bietet sich ein reichliches Vorkommen an Kupfer, Markasit, Brauneisenstein, Mangan, Schwefel, Gips, Pyrit und anderem. Stark vererzt erinnern ihre Wände schon ein wenig an Altbergbau.

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Die Bunkerhöhle

 

Ein uraltes Höhlensystem.

Im Zweiten Weltkrieg begannen die Bewohner von Rittershausen, einen Teil dieses ehemals natürlichen Hohlraumes zum Luftschutz auszubauen. Bedingt durch diese bergmännischen Arbeiten ist heute leider nicht mehr genau nachvollziehbar, welche Ausmaße diese kleine Höhle einst hatte.

Die Höhle, oder besser der Luftschutzstollen wird betreut und zur Zeit auch vermessen vom AKKH. Der Bunker mit diversen Einbauten bleibt erhalten und wird nicht wieder zurückgebaut.

Desweiteren lassen noch lehmverfüllte Gänge auf interessante Fortsetzungen und Neuentdeckungen hoffen. Es bleibt spannend …

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Die Heilenbecker Höhle

 

Die Heilenbecker Höhle, mit eine der schönsten Höhlen Deutschlands, ist eine Großhöhle im Ennepe-Ruhr-Kreis und wurde 1983 durch den Arbeitskreis Kluterthöhle entdeckt und bis 1985 auf eine Länge von 3970 Meter vermessen. Durch die recht späte Entdeckung konnte die Höhle durch modernes Naturschutzrecht und Sicherung des Eingangs vor dem sehr verbreiteten Diebstahl der Tropfsteine und anderer Sinterformationen sowie vor Verschmutzungen geschützt werden. In sechs Metern Tiefe bietet sich in der nicht öffentlich zugänglichen Höhle dem Forschenden ein einmaliges Naturschauspiel: Unterirdische Seen, Kristallbecken, Säulenhallen, Tropfsteine und auch Fledermäuse.

 

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Die Bismarckhöhle

 

1881, während des Baus der Talbahn von Hagen nach Altenvoerde, wurde die Bismarckhöhle entdeckt und 1944, während des Zweiten Weltkriegs zum Luftschutzbunker ausgebaut. 2500 Milsper, Altenvoerder und auch Hagener, die mit der Talbahn angereist waren, suchten hier Schutz vor den Bomben der alliierten Streitkräfte. Elektrisches Licht, Bänke, ein Sanitätsraum, Aborte und sogar ein Kinderkarussell befanden sich damals in der Halle. Davon ist heute bis auf eine Eisenbefestigung des Karussells, die aus dem lehmigen Boden ragt, nichts mehr zu sehen.

Die Höhle ist Teil des Höhlensystems Klutert-Berg. 1248 Meter beträgt ihre Ganglänge auf 15 Metern Höhendifferenz. Hydraulisch ist sie mit der Kluterthöhle verbunden. Der Klutert-Berg liegt nördlich der Ortschaft Milspe – heute Stadtteil der Gemeinde Ennepetal. Historisch wurde die Höhle oft zu Schwelm oder Voerde gerechnet.

An den Wänden befinden sich Strukturen von Korallen und Stromatoporen (kolonienbildende, schwammartige Lebewesen mit schichtiger Skelettstruktur). Vor 380 Millionen Jahren war hier ein Schelfmeer, das sich an der Küste eines riesigen Nordkontinents – dem ,Old-Red-Kontinent' befand. 1000 bis 2000 Jahre hat das Riff an Ort und Stelle bestanden, ist dann verschüttet worden, bevor sich einige Zeit später nochmals ein Riff  bildete, dessen Rückstände in der oberen Kalkschicht an der Kuppe des Klutertberges zu sehen sind.

(Der Westen)

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Die Kückelhauser Klutert

 

Eine andere Höhle mit dem Namen Klutert ist die Kückelhauser Kluterthöhle. Auch sie hat schon früh Beachtung gefunden, steht jedoch in ihrer Bedeutung weit hinter der Ennepetaler Klutert zurück und ist heute nahezu vergessen, da ihr Zugang schon vor Jahren durch die Anlage eines Sportplatzes für die Öffentlichkeit verschlossen wurde.

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Impressionen aus den Hardthöhlen

 

Die Hardthöhlen sind ein Großhöhlensystem im Wuppertaler Stadtgebiet, das sich auf einer Fläche von rund 1,5428 Hektar erstreckt. Die Höhlen sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde ein kleiner Teil für den Bau eines Luftschutzbunkers genutzt. Als sich in den 1960er Jahren Kinder in dem Höhlensystem verlaufen hatten, wurde der Zugang verschlossen.

Das Höhlensystem war ursprünglich als die Obere Hardthöhle und die Untere Hardthöhle bekannt. Lange Zeit wurde davon ausgegangen, dass beide Höhlen nicht miteinander verbunden sind. Jedoch wurde vom Arbeitskreis Kluterthöhle eine stark einsturzgefährdete Verbindung zwischen den beiden Höhlen entdeckt, die ausgebaut wurde, so dass eine Befahrung der Verbindung gefahrarm möglich ist. Es handelt sich technisch daher nur um eine einzige Höhle.

Inzwischen wurde noch die Unterste Hardthöhle entdeckt, die eine Fortsetzung der Hardthöhle bis ins Grundwasser darstellt.

Das labyrinthartige Höhlensystem ist auf einer Länge von 4037 Metern und einer Tiefe von 62 Metern erforscht. Die Hardthöhlen sind die zweitlängsten im Gebiet Westsauerland und Bergisches Land und unter den Höhlen in Deutschland auf Platz 18.

Die Hardthöhlen wurden schon erstmals mit dem Reichsnaturschutzgesetz von 1937/38 unter Schutz gestellt. Dies wurde vom Land Nordrhein-Westfalen am 23. Juni 1966 mit der Klassifizierung als Naturschutzgebiet „wegen der artenreichen Höhlenfauna“ bestätigt. Der Arbeitskreis Kluterthöhle wurde von der Stadt Wuppertal beauftragt, die Betreuung der Höhle zu übernehmen.

 (Wikipedia)

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Tag des Geotops • 15. September 2013

Das Ressort Umweltschutz der Stadt Wuppertal veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Kluterthöhle e. V. eine Besichtigung der Hardthöhlen und angrenzender geologischer Aufschlüsse.

Besichtigt wurden ein geologischer Aufschluss an der „Waldbühne auf der Hardt“ sowie der Massenkalk. Danach ging es in den Untergrund Wuppertals. Jeweils zwei Führungen durch die Untere sowie die Obere Hardthöhle fanden statt und dabei wurden die Entstehung und die Besonderheiten dieser größten bekannten Höhlen Wuppertals erklärt.

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Kluterthöhle, Ennepetal

 

Niemand weiß, wann die Kluterthöhle in Ennepetal entdeckt worden ist. Sicher ist aber, dass schon vor 400 Jahren die Höhle in Kriegszeiten den Menschen als Zuflucht diente. Die Höhle wurde vermutlich schon in vorgeschichtlicher Zeit als Unterschlupf genutzt, Belege dafür gibt es aber erstmals in einem Text von 1698. Scherbenfunde deuten darauf hin, dass die Höhle ab mindestens dem 12. Jahrhundert genutzt wurde.

Die Kluterthöhle liegt in einer nach Norden abfallenden, etwa 12,5 m mächtigen Riffkalkschicht und bedeckt darin eine Grundfläche von etwa 400 x 200 m. Geologisch gehören die Schichten des Klutertberges zum Oberen Mitteldevon (Givet-Stufe), genauer zu den Honseler Schichten, die vor ungefähr 370 Millionen Jahren im Meer gebildet wurden. Von Ost nach West ist die Schicht in kleinere Sättel und Mulden gegliedert. Im Bereich der westlichsten Mulde verschwinden die Schichten unter dem Karstwasserspiegel und tauchen erst in der benachbarten Bismarckhöhle wieder auf.

Die Hohlräume der Höhle sind durch Laugung im Grundwasserbereich entstanden. Zu einem Zeitpunkt, in dem die Kalkschicht noch unter dem Grundwasserspiegel lag, drang aggressives, mit Kohlensäure gesättigtes Wasser durch winzige Spalten in den Kalk ein und begann mit der chemischen Lösung.

Im Laufe von geologischen Zeiträumen bildeten sich dann immer größere, komplett wassergefüllte Gänge. Erst später, mit Hebung der Mittelgebirge und Eintiefung der Ennepe, fiel die Höhle trocken.

Die heute noch in der Höhle fließenden Bäche haben nichts mit der Entstehung der Höhle zu tun; das Wasser benutzt die vorhandenen Hohlräume lediglich. Ebenfalls erst nach dem Trockenfallen der Hohlräume setzte, besonders in den hangnahen Bereichen, die Bildung von Tropfsteinen ein. Leider wurden die Sinterformationen im Laufe der Jahrhunderte größtenteils von Menschenhand zerstört. Lediglich an wenigen unzugänglichen Stellen und in benachbarten Höhlen, die der Öffentlichkeit nie zugänglich waren, ist die volle Pracht der Sinterformen noch zu bewundern.

Die Höhle hat eine Ganglänge von über 5.500 Metern. Sie besteht aus mehr als 300 Gängen, unterirdischen Seen und Bächen.

Im Zweiten Weltkrieg diente die Kluterthöhle bis zu 4000 Menschen als Luftschutzraum. In der benachbarten Bismarckhöhle wurde sogar ein Kinderkarussell aufgestellt, um das Warten während der Bombennächte zu verkürzen.

Seit Mitte der 1950er Jahre werden in der Höhle Lungen-Kuren angewendet. In der Höhle herrscht eine konstante Temperatur von 10°C.

Seit 1976 werden die Höhlen des Klutertberges vom Arbeitskreis Kluterthöhle e. V. wissenschaftlich betreut. Der Verein hat seitdem mehrere Hundert Meter Neuland in der Höhle entdeckt, zuletzt im Mai 2011, als durch Tauchgänge etwa 140 Meter Neuland entdeckt werden konnten, die nach der Vermessung die Ganglänge der Kluterthöhle wohl auf etwa 5700 Meter erhöhen werden.

Infos über die Klutert- und Bismarckhöhle gibt es in "Das Klutert-Buch" von Lutz Koch.

(Wikipedia),  Kluterthöhle 

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