Das geplante Kavernenkraftwerk

 

Zum Bau einer bombensicheren Energieversorgung in Form eines Kavernenkraftwerkes wurde dieser Stollen in den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts, in den Zeiten des "Kalten Krieges", in den Hardtberg getrieben. Das Projekt jedoch wurde abgebrochen und der angefahrene Stollen wurde verschlossen. Seit 2015 wird die Anlage vom Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. offiziell betreut. Da sich in dem Berg ein Großhöhlensystem befindet und auch beim Stollenvortrieb Kleinhöhlenteile angeschnitten wurden, erhoffen wir uns bei der zukünftigen Forschungsarbeit einiges an Neuentdeckungen. Potential wäre vorhanden …

 


 

Tag des Geotops 2015

Der schon traditionell am Wuppertaler Hardtberg stattfindende Tag des Geotops hielt diesmal für die Besucher eine Besonderheit bereit: Zum ersten Mal konnte der Hardtstollen mit seiner großen Kaverne zugänglich gemacht werden. So war es kaum verwunderlich, dass die Anmeldungen die Anzahl der freien Plätze schnell überstieg. Kurzfristig wurden die Gruppen vergrößert und die Anzahl der Führungen von 7 auf 9 erhöht, so dass über 200 Besucher durch den Stollen geführt werden konnten. Mehr dazu: klick hier

Noch mehr Bilder vom Tag des Geotops 2015, klick hier

Bilder vom TdG 2016

https://akkhev.wordpress.com/2016/09/23/tag-des-geotops-2016-in-der-hardtkaverne/

Fotos vom TdG 2018

Unterirdisches Regenüberlauf- und Regenrückhaltebecken

 

Im Rahmen von "Wuppertal 24h live" öffneten die Stadtwerke Wuppertal heute ein unterirdisches Regenüberlauf- und Regenrückhaltebecken für den interessierten Besucher.

 

Regenüberlaufbecken (RÜB)

Kläranlagen sind technische Bauwerke, die nur eine bestimmte Wassermenge aufnehmen und reinigen können. Bei starkem Regen wird diese Wassermenge überschritten, so dass die Reinigungsleistung einer Kläranlage beeinträchtigt wird. Um das zu verhindern, baut man vor die jeweiligen Klärwerke RÜB, deren Aufgabe das Zwischenspeichern von Abwasser ist. Zusätzlich drosselt ein RÜB die weitergeleitete Wassermenge, so dass die angeschlossene Kläranlage gleichmäßig mit Abwasser beschickt wird. Das überschüssige Wasser wird im RÜB gespeichert. Erst nach dem Regen wird es der Kläranlage zum Reinigen zugeführt. RÜB sind für normale Regenereignisse der Region bemessen.
Falls mehr Regen fällt und die Speicherkapazität des Beckens überschritten wird, wird das stark verdünnte und somit nicht mehr klärpflichtige Wasser aus dem Becken in ein Gewässer geleitet. Hier wirkt dann die Selbstreinigungskraft der Gewässer: Kleinstlebewesen und Organismen bauen die geringe Restverschmutzung ab.

Regenrückhaltebecken (RRB)

Die Aufgabe eines RRB ist, eine große Wassermenge kurzfristig aufzunehmen, um sie danach „gedämpft“ weiterzuleiten. Beim Betrieb Becken und Netze gibt es häufig die Verfahrenskombination RÜB/RRB. Das nicht mehr klärpflichtige Abwasser, das aus dem RÜB kurzzeitig in vergleichsweise hoher Menge abgeschlagen wird, würde, wenn es direkt in ein kleines Gewässer liefe, dort eine hohe hydraulische Belastung erzeugen. Kleinere Organismen würden dann weggespült. Damit dies nicht passiert, schaltet man bei Bedarf hinter das RÜB ein RRB. Hier wird die Wassermenge, die in kurzer Zeit ins Becken stürzt, aufgefangen und über eine so genannte Rohrdrossel, d. h. ein vergleichsweise kleines Rohr, langsam dem Gewässer zudosiert. Auf diese Weise gibt es keine Spülstöße, die der Gewässerfauna schaden können.

(Wupperverband)

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The Lost River

 

Der Mühlengraben, dessen genaue Entstehungszeit nicht überliefert ist, ist mittelalterlichen Ursprungs. Die Forschung geht davon aus, dass es sich bei dem heute 2,66 Kilometer langen Graben zunächst um einen natürlichen Seiten- oder Totarm der Wupper gehandelt hat, der zu einem Ober- und Untergraben der 1336 erstmals erwähnten Barmer Mühle erweitert wurde. Die Barmer Mühle war eine von drei herzoglichen Bannmühlen im Amt Beyenburg, zu dem Barmen zwischen 1399 und 1806 gehörte, und lag in Höhe der heutigen Bergischen Synagoge.

Auf dem Gelände, das sich zwischen dem Seitenarm und der Wupper aufspannte, lagen die 1466 erstmals erwähnten Hofschaften Dörner Hof (herzoglicher Oberhof Barmens) und Werth. Der Name Werth bezeichnet als Toponym für eine Flussinsel die Lage des Hofes zwischen den beiden Wasserläufen. Ab dem 16. Jahrhundert entwickelte sich auf der Grenze zwischen den beiden Hofschaften das Dorf Gemarke, der Siedlungskern der späteren Großstadt Barmen.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts floss der Mühlengraben fast vollständig oberirdisch und wurde dann, mit dem Wachsen Barmens zur Industriestadt, zunehmend mit Gewerbebetrieben und vor allem Wohnhäusern überbaut.

(Wikipedia)

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Es wird darauf hingewiesen, dass der Mühlengraben zwar die Gewässereigenschaft verloren hat, aber dennoch als Regenwasserkanal, mit erheblichen Zuläufen bei Regenereignissen, genutzt wird. Darüber hinaus ist er Bestandteil von Regenwasserbehandlungsmaßnahmen mit Ableitungen über Absturzbauwerke in den Entlastungssammler Wupper.

 
Die WSW Energie & Wasser AG betreibt im Auftrag der Stadt Wuppertal die Stadtentwässerung. Hierzu gehören ein Kanalnetz einschl. verrohrte Bachläufe mit einer Gesamtlänge von ca. 1500 km und 200 Sonderbauwerke, wie z. B. Pumpstationen, Regenbecken, Stauraumkanäle usw. Die Einleitungen in diese Anlagen unterscheiden sich in Menge und Zusammensetzung erheblich und können in Abhängigkeit zum Einzugsgebiet und zur Witterung ständig variieren. Das Entstehen einer sowohl toxischen als auch explosiven Atmosphäre ist gar nicht so selten. Hinzu kommen während Regenereignissen noch Einstau- und Überflutungssituationen, die in den meisten Fällen ohne lange Vorlaufzeiten entstehen und immer mit Ertrinkungsgefahren verbunden sind. In ähnlichen Situationen ist es bereits in Deutschland zu tödlichen Unfällen gekommen. Hierbei soll nicht unerwähnt bleiben, dass wegen dieser besonderen Gefährdung das Betriebspersonal des Wuppertaler Kanalbetriebs aufgrund berufsgenossenschaftlichen Vorschriften besonders geschult und mit entsprechenden Schutzausrüstungen ausgestattet ist. Nur so ist ein relativ sicheres Betreten gewährleistet. Desweiteren sind im Mühlengraben über weite Strecken Fernwärmeleitungen verlegt. Hier besteht punktuell Verbrühungsgefahr.
 
Aus den dargelegten Gründen ist das Betreten der Entwässerungsanlagen durch betriebsfremde Personen immer gefährlich! Die WSW Energie & Wasser AG untersagt daher betriebsfremden Personen generell das Betreten aller Entwässerungsanlagen. Hierbei soll nicht unerwähnt bleiben, dass ein unbefugtes Betreten auch den Tatbestand des Hausfriedensbruches erfüllt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das unterirdische Wasserbauwerk

 

Am Samstag, 15. September 2012, gewährten die WSW im Rahmen von "Wuppertal 24h live" einen ungewöhnlichen Blick hinter die Kulissen der Wuppertaler Trinkwasserversorgung. Eine der beiden Kammern des Trinkwasserbehälters, in der sonst bis zu 5 Meter hoch das Wasser steht, war an diesem Tag trockenen Fußes begehbar. Mit ihren zahlreichen Säulen und der gewölbten Decke war die Anlage auf jeden Fall einen Besuch wert.

Der historisch bedeutsame Wasserbehälter wurde 1895 für das damalige Ruhr-Wasserwerk Volmarstein von der Stadt Barmen erbaut. Das Wasserwerk versorgte unter anderem Barmen und Langerfeld mit Trinkwasser. Das Wasserwerk Volmarstein wurde im Jahr 1883 gebaut und ist seit 1982 im Besitz der AVU. Es liefert seitdem kein Trinkwasser mehr für Wuppertal, da Barmen und Langerfeld über Talsperrenwasserwerke ausreichend mit Trinkwasser versorgt sind. Der Trinkwasserbehälter besteht aus verputztem Ziegelmauerwerk. Die gewölbte Decke ruht auf Tragsäulen. Er ist mit zwei Kammern versehen, so dass diese unabhängig voneinander betrieben werden können. Insgesamt fasst der Behälter 5.700 m³ Trinkwasser und kann einen Höchststand von 5 Metern erreichen. Der Trinkwasserbehälter versorgt mehr als 25.000 Einwohner und ist einer der größeren Wasserbehälter der WSW. Das Versorgungsgebiet verläuft vom Rott über den Sedansberg und Wichlinghausen bis hin zur Straße "Vor der Beule".