Unterirdisches Regenüberlauf- und Regenrückhaltebecken

 

Im Rahmen von "Wuppertal 24h live" öffneten die Stadtwerke Wuppertal heute ein unterirdisches Regenüberlauf- und Regenrückhaltebecken für den interessierten Besucher.

 

Regenüberlaufbecken (RÜB)

Kläranlagen sind technische Bauwerke, die nur eine bestimmte Wassermenge aufnehmen und reinigen können. Bei starkem Regen wird diese Wassermenge überschritten, so dass die Reinigungsleistung einer Kläranlage beeinträchtigt wird. Um das zu verhindern, baut man vor die jeweiligen Klärwerke RÜB, deren Aufgabe das Zwischenspeichern von Abwasser ist. Zusätzlich drosselt ein RÜB die weitergeleitete Wassermenge, so dass die angeschlossene Kläranlage gleichmäßig mit Abwasser beschickt wird. Das überschüssige Wasser wird im RÜB gespeichert. Erst nach dem Regen wird es der Kläranlage zum Reinigen zugeführt. RÜB sind für normale Regenereignisse der Region bemessen.
Falls mehr Regen fällt und die Speicherkapazität des Beckens überschritten wird, wird das stark verdünnte und somit nicht mehr klärpflichtige Wasser aus dem Becken in ein Gewässer geleitet. Hier wirkt dann die Selbstreinigungskraft der Gewässer: Kleinstlebewesen und Organismen bauen die geringe Restverschmutzung ab.

Regenrückhaltebecken (RRB)

Die Aufgabe eines RRB ist, eine große Wassermenge kurzfristig aufzunehmen, um sie danach „gedämpft“ weiterzuleiten. Beim Betrieb Becken und Netze gibt es häufig die Verfahrenskombination RÜB/RRB. Das nicht mehr klärpflichtige Abwasser, das aus dem RÜB kurzzeitig in vergleichsweise hoher Menge abgeschlagen wird, würde, wenn es direkt in ein kleines Gewässer liefe, dort eine hohe hydraulische Belastung erzeugen. Kleinere Organismen würden dann weggespült. Damit dies nicht passiert, schaltet man bei Bedarf hinter das RÜB ein RRB. Hier wird die Wassermenge, die in kurzer Zeit ins Becken stürzt, aufgefangen und über eine so genannte Rohrdrossel, d. h. ein vergleichsweise kleines Rohr, langsam dem Gewässer zudosiert. Auf diese Weise gibt es keine Spülstöße, die der Gewässerfauna schaden können.

(Wupperverband)

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Der verlassene Lokschuppen

 
Es gab Zeiten, da war hier noch mächtig Betrieb und Dampf.
Heute liegen nicht einmal mehr Schienen zum alten Lokschuppen, der jetzt seinen Dornröschenschlaf hält.
Für eine Zeit war hier ein LKW-Händler ansässig, aber der ist auch wieder weg.
Das Gelände wurde derart verändert, dass vom ehemaligen Bahnbetriebswerk nichts mehr zu erkennen ist.
Früher gab es hier zwei Drehscheiben, den achtständigen Lokschuppen und eine große Bekohlungsanlage.

Betriebswerk Steinbeck

Das Bahnbetriebswerk Steinbeck wurde von der preußischen Bahnverwaltung 1915 ganz neu aufgebaut und löste somit die etwas weiter östlich liegenden Bauten aus der Zeit um 1841 ab. Hinzu kamen in den Zeiten des letzten Weltkrieges noch zwei Deckungsgräben zum Schutz der Arbeiter auf dem Gelände. Auch in Steinbeck wurde der Dampf im Laufe der Zeit immer weniger. Man stieg erst auf Öl und später ganz auf Diesel um. Der weithin sichtbare Wasserturm wurde eine Zeitlang für die Versorgung des nahegelegenen Schlachthofes genutzt und später dann abgerissen. Am 01.03.1971 wurden die beiden Betriebswerke Steinbeck und Vohwinkel zum Betriebswerk "Vohwinkel" zusammengefaßt und am 01.04.2002 komplett aufgelöst.

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The Lost River

 

Der Mühlengraben, dessen genaue Entstehungszeit nicht überliefert ist, ist mittelalterlichen Ursprungs. Die Forschung geht davon aus, dass es sich bei dem heute 2,66 Kilometer langen Graben zunächst um einen natürlichen Seiten- oder Totarm der Wupper gehandelt hat, der zu einem Ober- und Untergraben der 1336 erstmals erwähnten Barmer Mühle erweitert wurde. Die Barmer Mühle war eine von drei herzoglichen Bannmühlen im Amt Beyenburg, zu dem Barmen zwischen 1399 und 1806 gehörte, und lag in Höhe der heutigen Bergischen Synagoge.

Auf dem Gelände, das sich zwischen dem Seitenarm und der Wupper aufspannte, lagen die 1466 erstmals erwähnten Hofschaften Dörner Hof (herzoglicher Oberhof Barmens) und Werth. Der Name Werth bezeichnet als Toponym für eine Flussinsel die Lage des Hofes zwischen den beiden Wasserläufen. Ab dem 16. Jahrhundert entwickelte sich auf der Grenze zwischen den beiden Hofschaften das Dorf Gemarke, der Siedlungskern der späteren Großstadt Barmen.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts floss der Mühlengraben fast vollständig oberirdisch und wurde dann, mit dem Wachsen Barmens zur Industriestadt, zunehmend mit Gewerbebetrieben und vor allem Wohnhäusern überbaut.

(Wikipedia)

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Es wird darauf hingewiesen, dass der Mühlengraben zwar die Gewässereigenschaft verloren hat, aber dennoch als Regenwasserkanal, mit erheblichen Zuläufen bei Regenereignissen, genutzt wird. Darüber hinaus ist er Bestandteil von Regenwasserbehandlungsmaßnahmen mit Ableitungen über Absturzbauwerke in den Entlastungssammler Wupper.

 
Die WSW Energie & Wasser AG betreibt im Auftrag der Stadt Wuppertal die Stadtentwässerung. Hierzu gehören ein Kanalnetz einschl. verrohrte Bachläufe mit einer Gesamtlänge von ca. 1500 km und 200 Sonderbauwerke, wie z. B. Pumpstationen, Regenbecken, Stauraumkanäle usw. Die Einleitungen in diese Anlagen unterscheiden sich in Menge und Zusammensetzung erheblich und können in Abhängigkeit zum Einzugsgebiet und zur Witterung ständig variieren. Das Entstehen einer sowohl toxischen als auch explosiven Atmosphäre ist gar nicht so selten. Hinzu kommen während Regenereignissen noch Einstau- und Überflutungssituationen, die in den meisten Fällen ohne lange Vorlaufzeiten entstehen und immer mit Ertrinkungsgefahren verbunden sind. In ähnlichen Situationen ist es bereits in Deutschland zu tödlichen Unfällen gekommen. Hierbei soll nicht unerwähnt bleiben, dass wegen dieser besonderen Gefährdung das Betriebspersonal des Wuppertaler Kanalbetriebs aufgrund berufsgenossenschaftlichen Vorschriften besonders geschult und mit entsprechenden Schutzausrüstungen ausgestattet ist. Nur so ist ein relativ sicheres Betreten gewährleistet. Desweiteren sind im Mühlengraben über weite Strecken Fernwärmeleitungen verlegt. Hier besteht punktuell Verbrühungsgefahr.
 
Aus den dargelegten Gründen ist das Betreten der Entwässerungsanlagen durch betriebsfremde Personen immer gefährlich! Die WSW Energie & Wasser AG untersagt daher betriebsfremden Personen generell das Betreten aller Entwässerungsanlagen. Hierbei soll nicht unerwähnt bleiben, dass ein unbefugtes Betreten auch den Tatbestand des Hausfriedensbruches erfüllt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressionen aus den Hardthöhlen

 

Die Hardthöhlen sind ein Großhöhlensystem im Wuppertaler Stadtgebiet, das sich auf einer Fläche von rund 1,5428 Hektar erstreckt. Die Höhlen sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde ein kleiner Teil für den Bau eines Luftschutzbunkers genutzt. Als sich in den 1960er Jahren Kinder in dem Höhlensystem verlaufen hatten, wurde der Zugang verschlossen.

Das Höhlensystem war ursprünglich als die Obere Hardthöhle und die Untere Hardthöhle bekannt. Lange Zeit wurde davon ausgegangen, dass beide Höhlen nicht miteinander verbunden sind. Jedoch wurde vom Arbeitskreis Kluterthöhle eine stark einsturzgefährdete Verbindung zwischen den beiden Höhlen entdeckt, die ausgebaut wurde, so dass eine Befahrung der Verbindung gefahrarm möglich ist. Es handelt sich technisch daher nur um eine einzige Höhle.

Inzwischen wurde noch die Unterste Hardthöhle entdeckt, die eine Fortsetzung der Hardthöhle bis ins Grundwasser darstellt.

Das labyrinthartige Höhlensystem ist auf einer Länge von 4037 Metern und einer Tiefe von 62 Metern erforscht. Die Hardthöhlen sind die zweitlängsten im Gebiet Westsauerland und Bergisches Land und unter den Höhlen in Deutschland auf Platz 18.

Die Hardthöhlen wurden schon erstmals mit dem Reichsnaturschutzgesetz von 1937/38 unter Schutz gestellt. Dies wurde vom Land Nordrhein-Westfalen am 23. Juni 1966 mit der Klassifizierung als Naturschutzgebiet „wegen der artenreichen Höhlenfauna“ bestätigt. Der Arbeitskreis Kluterthöhle wurde von der Stadt Wuppertal beauftragt, die Betreuung der Höhle zu übernehmen.

 (Wikipedia)

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Tag des Geotops • 15. September 2013

Das Ressort Umweltschutz der Stadt Wuppertal veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Kluterthöhle e. V. eine Besichtigung der Hardthöhlen und angrenzender geologischer Aufschlüsse.

Besichtigt wurden ein geologischer Aufschluss an der „Waldbühne auf der Hardt“ sowie der Massenkalk. Danach ging es in den Untergrund Wuppertals. Jeweils zwei Führungen durch die Untere sowie die Obere Hardthöhle fanden statt und dabei wurden die Entstehung und die Besonderheiten dieser größten bekannten Höhlen Wuppertals erklärt.

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Das unterirdische Wasserbauwerk

 

Am Samstag, 15. September 2012, gewährten die WSW im Rahmen von "Wuppertal 24h live" einen ungewöhnlichen Blick hinter die Kulissen der Wuppertaler Trinkwasserversorgung. Eine der beiden Kammern des Trinkwasserbehälters, in der sonst bis zu 5 Meter hoch das Wasser steht, war an diesem Tag trockenen Fußes begehbar. Mit ihren zahlreichen Säulen und der gewölbten Decke war die Anlage auf jeden Fall einen Besuch wert.

Der historisch bedeutsame Wasserbehälter wurde 1895 für das damalige Ruhr-Wasserwerk Volmarstein von der Stadt Barmen erbaut. Das Wasserwerk versorgte unter anderem Barmen und Langerfeld mit Trinkwasser. Das Wasserwerk Volmarstein wurde im Jahr 1883 gebaut und ist seit 1982 im Besitz der AVU. Es liefert seitdem kein Trinkwasser mehr für Wuppertal, da Barmen und Langerfeld über Talsperrenwasserwerke ausreichend mit Trinkwasser versorgt sind. Der Trinkwasserbehälter besteht aus verputztem Ziegelmauerwerk. Die gewölbte Decke ruht auf Tragsäulen. Er ist mit zwei Kammern versehen, so dass diese unabhängig voneinander betrieben werden können. Insgesamt fasst der Behälter 5.700 m³ Trinkwasser und kann einen Höchststand von 5 Metern erreichen. Der Trinkwasserbehälter versorgt mehr als 25.000 Einwohner und ist einer der größeren Wasserbehälter der WSW. Das Versorgungsgebiet verläuft vom Rott über den Sedansberg und Wichlinghausen bis hin zur Straße "Vor der Beule".