Fort Hahneberg

Einem meiner Lieblingsfilme diente diese Anlage für einige Szenen als Kulisse.
Das
Fort Hahneberg, am äußersten Westrand Berlins gelegen, ist das letztgebaute Festungsbauwerk in Deutschland. Es wurde im Jahr 1888 nach sechsjähriger Bauzeit fertiggestellt.
Zum Schutz des Rüstungszentrums Spandau, als Teil der Festung Spandau, waren vier Forts geplant, von denen aber nur eines realisiert wurde. Die Entwicklung der Artillerie, vor allem die Einführung der Brisanzgranate, hatte diese Art von Befestigungen inzwischen nutzlos gemacht.
Nach seiner Indienststellung wurde das Fort bis 1945 unter anderem als Kaserne, Lazarett und Zentralarchiv für Wehrmedizin vorwiegend militärisch genutzt. Nach dem Kriegsende dienten Teile des aus rund 28 Millionen verschiedenen Ziegelsteinen errichteten Bauwerks als Baumaterial für den Wiederaufbau Berlins. Bis zum Mauerfall im Jahr 1989 befand sich das Fort im Bereich der Sperranlagen der Grenzübergangsstelle Heerstraße und ist erst seit 1990 wieder zugänglich.
Das Fort ist ein wichtiges Fledermausquartier. 2009 wurden die Gebäude und die Umgebung des Forts als Naturschutzgebiet und als Fauna-Flora-Habitat ausgewiesen, da hier neben anderen Fledermausarten Große Mausohren ihr Winterquartier und ihren Sommeraufenthalt haben.
1991 hat das Landesdenkmalamt
das Fort Hahneberg in die Denkmalliste aufgenommen. Es ist als herausragendes Objekt geschützt und somit gleichzeitig prädestiniertes Überwinterungsquartier für rund 1500 Tiere aus 11 Arten streng geschützter Fledermäuse.