Tief im Kalksteingebirge

 

Einst sollten hier untertägig V-Waffenteile hergestellt werden …

Die Anfänge dieses ehemaligen Bergwerks gehen zurück bis in die Römerzeit. Der komplette Berg ist im Laufe der vergangenen Jahrhunderte durch den Abbau des Kalksteins mit unzähligen Tunneln und Stollen durchzogen worden.

Im Zweiten Weltkrieg wurde dieses Tunnelsystem in den Steinbrüchen von der Deutschen Armee genutzt.  1943 besetzte die Organisation Todt das nahegelegene Schloß und die geplante unterirdische Verlagerung der Produktionsanlage zur Flugzeugmotorenfertigung der Firma Fokker begann. Innerhalb von drei Monaten wurde der Boden des Tunnelsystems betoniert, die Stollenanlage mit elektrischer Beleuchtung versehen und sämtliche benötigten Maschinen aufgestellt. Zur Produktion von V-Waffen oder Flugzeugmotoren ist es hier jedoch nie gekommen. Innerhalb von nur drei Tagen wurden sämtliche Maschinen wieder abgebaut und der Spuk verschwand …

Nicht zuletzt durch diesen Vorausbau erweckte die weitläufige Stollenanlage mit ihren insgesamt rund fünfundzwanzig Kilometern Tunnelstrecke zu Beginn des Kalten Krieges die Aufmerksamkeit der NATO. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in den Zeiten des Kalten Krieges, wurde das markante Tunnelsystem von den Alliierten übernommen und man begann, die Anlage zu einem Top-Secret-NATO-Hauptquartier zu erweitern. So entstand zwischen 1954 und 1960 eine der geheimsten Geheimanlagen der NATO in Europa.

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