Deckname Sardine

Tief unter der alten Brauerei, die 1996 nach fast 150 Jahren Brautätigkeit die Produktion für immer einstellte, befinden sich weitläufige Hohlräume im Buntsandstein. Diese einstigen Bergbaustollen wurden für die Brauerei zum Kühlgewölbe ausgebaut. Es entstanden gigantische, bis zu dreizehn Meter hohe Hallen zwanzig Meter tief in der Erde. Diese imposanten Räumlichkeiten weckten im Zweiten Weltkrieg das Interesse der Nazis, dorthin kriegswichtige Industrie bombensicher verlagern zu können. Unter dem Decknamen Sardine sollte eine Sonneberger Firma hier produzieren, doch dazu ist es wohl nie gekommen. Schlussendlich nutzte die faschistische Wehrmacht diese aussergewöhnliche Anlage als Depot zur Lagerung von Flugabwehrmunition.
Mit dem Bau der nahegelegenen Autobahn wurden einige der weitverzweigten Stollen leider verfüllt.
Der verbliebene Teil überzeugt dennoch weiterhin bemerkenswert eindrucksvoll.